home away from home - nicht realisierte Projekte
  • 22 Wohnungen
  • 1 Gewerbeeinheit
  • 2.262 m²
    Wohn- und Gewerbefläche
  • ca. 6.352.000,– €
    Gesamtprojektkosten
  • Bauzeit: 2011–2013
  • Energiestandard: KfW 55
  • Besondere Merkmale:
    • Wohnungen in Selbstbauweise den Bedarfen anpassbar
    • Verschiedene Nutzungsphasen der Gebäude
    • Gemeinschaftliche Dachterrasse

Architekten

  • FAT KOEHL ARCHITEKTEN
    Florian Köhl
    Strelitzer Str. 53, 10115 Berlin
    www.fatkoehl.com

Projektentwicklung

  • Pro. b Projektentwicklung und Projektsteuerung
    Haasestraße1, 10245 Berlin
    www.pro-b.net

home away from home, ein Beitrag zum Thema Wohnen für Geflüchtete in Tübingen

Dem Wettbewerbs-Beitrag liegt die Idee zugrunde, durch effiziente und flexible Wohnungstypen ein Wohnumfeld zu entwickeln, das in Selbstbauweise leicht veränderbar ist und sich den Gegebenheiten anpassen kann. Dafür werden verschiedene Raumprogramme angeboten. Vom öffentlichen Stadtraum, der auch eine lokale Vernetzung im Quartier fördert, über halböffentliche Bereiche, die nur den Projektbeteiligten des Hauses zugänglich sind, bis hin zu privatem Wohnraum für die Bewohner.

Das Erdgeschoss wird bei Aufnahme der Nutzung einem gemeinnützigen Verein zur Verfügung gestellt. Dieser unterstützt und begleitet den Entwicklungsprozess des Hauses, von einer in der Not zugewiesenen Unterkunft, hin zu einem heterogenen, vertikal gegliederten Dorf.

In den Regelgeschossen können die einzelnen Wohnungen durch Schalträume zusammengeschlossen werden und so den Bedarfen an verschiedenen Wohnungsgrößen angepasst werden. Die Sanitärbereiche liegen zentral an den Allraum (Wohnen, Kochen, Essen) angeschlossen, zusammen dienen sie als Herzstück der jeweiligen Wohnung.

Im Dachgeschoss ist eine Nutzung durch eine Wohngemeinschaft geplant. Die daran  anschließende Dachterrasse steht der gesamten Hausgemeinschaft zur Verfügung.

Vorgesehen ist, dass sich die  Bewohner von Beginn an zu 30% aus der lokalen Bevölkerung und bis zu 80% aus Geflüchteten zusammensetzt. Dabei ist ein sukzessiver Wechsel von einer reinen Wohnnutzung, hin zu einer teilgewerblichen Nutzung der Räume im Laufe des Lebenszyklus der Gebäude vorgesehen. Dafür sind die Räume so angelegt, dass auch innerhalb der Maisonette-Wohnungen eine anteilige Wohn- und Gewerbenutzung für Ateliers, Studios und kleinere, nicht störende Werkstätten möglich sind.

Der Beitrag zum Wettbewerb „home away from home“ sieht verschiedene Gebäudetypen vor, die sich durch eine kombinierte Nutzung der Baufelder zu einem neuen und vielfältigen Stadtteil entwickeln.

 

home away from home